Außenkanalisation
Für gewöhnlich wird ein getrenntes Kanalisationssystem projektiert; das heißt, das die Fäkalienwasser (Trockenabfluß) getrennt vom Regenwasser entwässert werden.
Das Basisziel der Projektierung ist immer die Optimierung des Projektes im Sinne von:
- Verbesserung des Sicherheitssystems
- Senkung der Ausbaukosten
- Senkung der Kosten des Betriebsystems.
Zur Erlangung dieses Zieles wird die Anzahl der Pumpspeicherwerke im Kanal minimalisiert; die Kanäle werden mit minimalem Längsgefälle (5%) ausgeführt, dennoch sichern sie immer noch zufriedenstellende Geschwindigkeiten in den Kanälen (0,4-0,5 m/s); Kanäle mit Längsgefälle größer als 6% werden mit stabilisierendem Schlußschacht ausgeführt.
Das Kanalisationssystem besteht aus Kanälen (Gravitations- und Druckkanälen), Revisionsschächten, Anschlußschächten am Druckkanal, Abfuhren, Luftschächte, Fäkalienpumspeicherwerke, Hausanschlüsse und der Endphase: das Reinigen in der Kläranlage.
Nach Berechnung der Abfallmengen, folgt die hydraulische Berechnung (Bemessung).
Das Projekt besteht aus den gleichen Plänen wie bei Wasserleitungen. Die Grundlage zur Ausarbeitung der Projektdokumentation ist auch eine geodätische Aufnahme des Terrains und ein geologisch-geomehanischer Bericht zur Bemessung der Stahlbetonkonstruktion.
Die Grundlage zur Ausarbeitung der Projektdokumentation für eine Kläranlage ist ein technologischer Plan. Für die Anlage von Objekten, Geräten, Ausrüstungen und Installationen ist es notwendig Pläne zu entwerfen und zwar für Baukonstruktionen, Maschineninstallation und hydromechanische Ausrüstungen, für Montagearbeiten und Belüftung, Pläne von Elektroinstallationen zur Bedienung der hydromechanischen Ausrüstung und für das elektrische Zufuhrkabel bis zur Kläranlage, insofern es sich um eine mechanisch-biologisch-chemische Weise der Abwasseraufbereitung handelt.

